Europa muss Regionen stärken
Die europapolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktionen aus den deutschen Ländern haben in Weimar anlässlich des 35. Jahrestages des Bestehens des Weimarer Dreiecks in einem zweitägigen Arbeitstreffen über wichtige Entscheidungen zur Zukunft Europas diskutiert.
Neben einer Vielzahl von Themen war der Mehrjährige Finanzrahmen der EU ab 2028 (MFR) Schwerpunkt der Beratung. Für die Beteiligten waren die Regionalförderung (Kohäsion), die Gemeinsame Agrarpolitik, die ländlichen Räume, die Infrastruktur, die Forschung und Entwicklung sowie die Mitspracherechte der Regionen besondere Schwerpunkte.
Die deutschen Länder sind sich im Ergebnis der Sprechertagung einig: Wir brauchen einen EU-Haushalt, der die Zukunft der Entwicklung aller Regionen der Europäischen Union sichert. Deshalb steht für uns Arbeitsplatzsicherheit durch Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und Handwerksbetriebe im Mittelpunkt. Wer ein Europa in Frieden, Freiheit und Entwicklung will, muss die Entscheidungsfähigkeit der Regionen stärken. Deshalb erwarten wir Korrekturen am derzeitigen Entwurf des MFR ab 2028.
Eine starke Europäische Union muss wirtschaftlich in der Lage sein, weltweit auf Augenhöhe zu handeln. Europäische Souveränität, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft sind zentrale Voraussetzungen für Freiheit, Sicherheit und Frieden.
Besondere Bedeutung hat die grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Das Weimarer Dreieck zwischen Deutschland, Frankreich und Polen steht für europäischen Dialog, gemeinsame Verantwortung und die Kraft der Versöhnung. Für den Freistaat Sachsen ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den Nachbarländern Polen und der Tschechischen Republik dabei von herausgehobener Bedeutung
Sachsen erhält in der laufenden Förderperiode rund vier Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt. Damit werden Bildung, Weiterbildung, Unternehmen, Landwirtschaft, kommunale Infrastruktur und ländliche Entwicklung gestärkt.
Diese Förderung hat Sachsen geholfen, stärker zu werden. Sie hat Mittelstand, Handwerk, Landwirtschaft, Kommunen und ländliche Räume unterstützt. Diese Erfolgsgeschichte darf nicht abgebrochen werden. Der Aufholprozess in Sachsen und den neuen Ländern ist immer noch nicht abgeschlossen.