Vereinscafé in der Bienertmühle
Am 27. Juni fand auf Einladung von Ingo Flemming und Stadtrat Thomas Lehmann wieder das Vereinscafé in der Bienertmühle statt. Das traditionelle Treffen, das nach einigen Jahren Pause wieder aufgenommen wurde, wendet sich an die Vereine im Wahlkreis und ist ein Angebot für Austausch und Vernetzung. In diesem Jahr ist natürlich die schwierige Haushaltslage in Stadt und Land ein besonders wichtiges Thema.
Die Vereine - in diesem Jahr in erster Linie Vereine der Jugendhilfe - stellten ihre jeweilige Situation dar und beschrieben konkrete Probleme. Ein sehr dringliches Problem, das immer wieder genannt wurde, sind komplizierte Förderanträge und die fehlende oder nicht miteinander kompatible Digitalisierung bei der Beantragung von Förderung. Das System sei unübersichtlich und binde viel Arbeitszeit bei den Fachkräften, die damit nicht für die eigentliche Kernarbeit zur Verfügung stünden.
Ingo Flemming und Thomas Lehmann beschrieben ihrerseits die konkreten Herausforderungen in der politischen Arbeit mit knappen und wechselnden Mehrheiten, die lange Verhandlungen und schwierige Kompromisse erfordern. Zudem brauchen die Dinge deshalb deutlich länger als es wünschenswert wäre. Das heißt aber nicht, dass nicht intensiv daran gearbeitet werde, die Situation zu verbessern und die genannten Probleme schnellstmöglich zu lösen. Eine gute Nachricht ist, dass nach schwierigen Verhandlungen der städtische Nachtragshaushalt nun beschlossen wurde und somit auch für den Stadtbezirk zusätzliche Gelder freigegeben werden konnten. Die nächste Aufgabe wartet bereits mit dem Doppelhaushalt 2027/2028.
Beim Vereinscafé bietet sich die Möglichkeit konkret zu beschreiben, wo es in der Praxis hakt. Mit diesem Wissen im Hintergrund bekommen abstrakte Probleme eine andere Bedeutung. Gleichzeitig können sich die Vereinsmitglieder gegenseitig auch in manchen Fragen helfen und Tipps und Anregungen austauschen. Ein besonderer Dank an den Gastgeber Dr. Carsten Hoffmann von der Stiftung Hofmühle ev., der uns seit vielen Jahren das Treffen in seinen Räumen ermöglicht!